Sonntag, 29. August 2010

In der Heimat...

Einmal im Jahr trifft sich ganz Bamberg inklusive seiner Wahlemigranten und Freunde an der alljährlichen Sandkerwa zum gemütlichen Beisammensein.
Nicht das schnellstmögliche Trinken steht an erster Stelle, sondern vielmehr die Geselligkeit unter Freunden.
Heuer fand die Sandkerwa zum 60. Mal statt, was zum einen in einem mehrteiligen Rückblick auf die Kirchweih-Geschichte mit Feuerzauber und Musik auf der Regnitz gefeiert wurde. Zudem fand eine Verlängerung der "Kerwa" bis Mittwoch statt.



Dienstag, 17. August 2010

Bayerische Idylle oder schwäbische Gemütlichkeit? Ein Besuch in Landsberg am Lech

Neues Spielzeug braucht der Mann. In meinem Fall waren es zwei handliche Objektive für meine Pentax, um mein Hobby ein wenig flexibler zu gestalten.
Um das Spielzeug gebührend einzuweihen, unternahm ich eine kurze Fahrt nach Landsberg am Lech, den meisten wahrscheinlich durch die Festungshaft von Adolf Hitler ein Begriff.
Nachdem ich als Franke informiert wurde, dass der Lech die natürliche Sprachgrenze zwischen Altbayern und Schwaben ist, musste ich enttäuscht feststellen, dass die meisten Bewohner, sofern sie nicht Touristen waren, tendenziell bayerisch sprachen und seltener den drolligen schwäbischen Dialekt beherrschten.
Nichts desto trotz ist Landsberg ein wunderschönes kleines Städtchen, mit einem schönen Altstadtkern und Mittelalterflair.
Zudem ist die Eisdiele am Marktplatz weltklasse!

Samstag, 24. Juli 2010

Kostenfreie Alienhatz von Valve


"Was nichts kostet, taugt auch nichts", sagte man früher. Und zumindest bei kostenfreier Software war die Skepsis lange Zeit angebracht. Doch während Open Source Anwendungen in vielen Bereichen mit kommerziellen Produkten mithalten und sie in einigen Punkten sogar übertreffen, sind freie Spiele mit ansprechender Grafik, Musik und gelungenem Gameplay eine echte Rarität.
Einen Aufschwung erlebten die Hobbyentwicklung durch das Auftauchen der ersten Mods, Veränderungen von kommerziellen Spielen. Das populärste Beispiel ist wohl der Mod Counter-Strike zum Spiel Half-Life. Dieses Projekt wurde von einer freien Gruppe geleitet, die zwischenzeitlich vom Spielehersteller Valve angeheuert wurde.
Das Spiel Alien Swarm wurde ebenfalls als Mod entwickelt - auf Basis von Unreal Tournament 2004. Inzwischen bietet Valve das Spiel über die Plattform Steam zum kostenlosen Download an.


In Alien Swarm muss ein Team von bis zu 8 menschlichen Spielern, bestehend vier unterschiedlichen Klassen, verschiedene Missionen zur Bekämpfung der Alienbrut absolvieren.
Vor Beginn jeder Mission steht die Auswahl der Klasse (Techniker, Sanitäter, Kämpfer oder Waffenspezialist), zweier Waffen und einem Extra (Minen, Arzttasche) aus einer Vielzahl von Objekten an.
Nachdem sich mit den Mitspielern auf eine passende Mission geeinigt wurde, kann's auch schon losgehen. Aus der Vogelperspektive steuert man seinen Figur über die klassische wasd-Kommandos - anvisiert wird über die Maus.


Wer sich noch an das gute alte Amigaspiel Alien Breed erinnern kann oder - wie ich - großer Fan der ersten drei Alienfilme ist, wird sich schnell an die Umgebung gewöhnt haben. Neben der Unzahl an verschiedensten Alientypen erwarten eine verschlossene Türen und kleinere Minigames in den Missionen. Nach Abschluss des Levels werden Erfahrungspunkte ausgezahlt, die neue Waffen und Goodies freigeschalten.

Die Grafik ist detailreich, die Figuren wunderbar animiert, die Gegner zahlreich und die Atmosphäre wunderbar. Man könnte nun sagen, dass eine Singleplayer-Kampagne nicht schlecht wäre und die Anzahl der Levels recht überschaubar und auch recht schnell durchgespielt sind. Verschiedene Schwierigkeitsgrade und sicherlich bald zahlreich entstehende Custom-Maps, begünstigt durch das mitgelieferte SDK, fördern dafür die Langzeitmotivation.

Download empfohlen!

Dienstag, 20. Juli 2010

35mm

35mm von Felix Meyer ist ein Kurzfilm über Kino selbst. 35mm enthält pro mm genau einen Film - allerdings abstrahiert.

Großartig. Viel Spaß beim Rätseln!

35mm from Felix Meyer on Vimeo.

Sonntag, 27. Juni 2010

Gaisbergrennen 2010

Pünktlich zu Fronleichnam war auch dieses Jahr wieder ein Besuch in Salzburg zum diesjährigen Gaisbergrennen fällig.
Neben dem Stadt-Grand Prix konnte ich dieses Jahr erstmals bei strahlenden Sonnenschein das Bergerklimmen mitverfolgen. Trotz der betagten Oldies ist das Gaisbergrennen keine Butterfahrt, wie dieses Video eines Porsches 910 von 2007 zeigt.
Highlight war dieses Jahr zweifelsohne das Zusammenführen von ca. 60 Bugattis, die in Kolonne noch einen Showlauf absolvierten. Dafür hatte ich leider keinen guten Stand zum Fotografieren, für den Rest des Feldes allerdings schon.




Mittwoch, 9. Juni 2010

Filmplakate im Retro-Style

Durch einen wundbaren Artikel auf SpiegelOnline wurde ich auf einige Künstler aufmerksam, die den Stil der alten, gezeichneten Kinoplakte auf neue Filme und Serien übertragen. Bei allen Künstlern finden sich noch weitere Plakate auf ihren Blogs/Websites.

Stöbern lohnt sich!

Tavis Coburn 

Ebenfalls sehr gelungen ist der Minimalismus der unteren Poster, mit der zentrale Filmszenen oder Eigenschaften der Protagonisten ausgedrückt werden.


Albert Exergian


Ebenfalls hervorragend ist die Reihe "films in black and red":

Olly Moss

Als Highlight zum Schluss möchte ich auf die Sammlung von Robert Penny verweisen. Dieser hat eine schöne Zusammenstellung von Filmen im Stil der Atari 2600-Cover entworfen.

Robert Penny

Sonntag, 16. Mai 2010

Wolfgang Völz gibt Gas

Durch Lesen dieses wunderbaren Artikels der Süddeutschen ist mir bewusst geworden, dass ich ein großes Highlight im deutschen TV verpasst habe.

Die Binsenweisheit, dass zuviel Alkohol körperliche und physische Schäden auslöst, ist natürlich nicht mehr diskussionswürdig. In der TV-Sendung "Maischberger" mit dem Thema "Alkohol - bester Freund oder schlimmster Feind?" wurde gleich zur Einleitung festgestellt, dass "Deutschland" ein Alkoholproblem besitzt, da jeder Deutsche im Schnitt ca. 10 Liter Alkohol zu sich nimmt. Damit nimmt Deutschland weltweit einen Spitzenplatz ein.

Erwarten könnte man, dass alle Gäste der Meinung sind, dass Alkohol im Straßenverkehr nichts zu suchen hat. Aber neben den obligatorischen Opfern und ehemals Betroffenen der Alkoholsucht sitzen noch der Braumeister Sebastian Priller (Brauhaus Riegele) und der Synchronsprecher und Volksschauspieler Wolfgang Völz (Käpt'n Blaubär) in der Sendung. Letzterer versetzt das Fernsehpublikum mit seinen Suffgeschichten mehrfach in Erstaunen. So erzählt er unverblümt, dass er schon öfter betrunken Auto gefahren ist, sich inzwischen öfters auf dem Weg zum Klo verläuft und auch auf der Bühne häufig rauschig unterwegs war. Weitere Highlights sind eine Rauschfahrt am Simulator, wo er ein Kind umfährt und auch dass er auch gerne mal früh einen Wein entkorkt. Beim abschließenden Test (nach einer Flasche Kölsch) mit dem Alkomaten wurden bei ihm 1,3 Promille angezeigt.

Wann kann man heute noch so herrlich politisch inkorrektes im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sehen?

Zum Glück in der Mediathek der ARD.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Auf der Bauma 2010

Die flächenmäßig größte Messe der Welt ist ein richtiger Abenteuerspielplatz für Erwachsene. Bagger, Raupen und Bergbaufahrzeuge - also alles was groß ist und Dreck macht - weckt das Kind im Manne.
Da die Bauma nur alle drei Jahre für eine Woche in München weilt, durfte ich mir das seltene Ereignis natürlich nicht entgehen lassen.
Anbei einige Impressionen...

Freitag, 30. April 2010

Alles Neu macht der Mai

Nachdem ich viel zu lange den Webspace aus dem Nachbarland beanspruchte, ist es an der Zeit zu wechseln.

Vielen, vielen Dank an Robert, dass du mich und meine Bilder so lange ausgehalten hast!

Google hat mir glückerlicherweise den Umstieg nicht allzu schwer gemacht, so dass ich nun auf Picasa umgesattelt bin.

Samstag, 24. April 2010

Think Big - Amiga-Emulator ausreizen

Nachdem ich in Teil 1 und Teil 2 meiner kleinen Berichte die richtige Konfiguration und Möglichkeiten des Amiga-Emulators WinUAE beschrieb, wird jetzt der Focus auf die Wiedergabe von Bild und Ton gelegt.

Während Monitor und Soundkarte zur Grundausstattung eines PCs gehören, wird die große Glotze und die dicke Anlage im Wohnzimmer meist nur für Filme und Musik eingeschaltet. Aus reiner Neugierde wollte ich wissen, wie heute Amigaspiele auf einem größeren LCD-Bildschirm wirken und welchen Sound man aus den alten Spielen heraus kitzeln kann. Um die Antwort vorwegzunehmen: Ich bin schlichtweg begeistert.

Doch zunächst einen Schritt zurück. Was ist nötig, um den Amiga zum Zentrum des Heimkinos zu küren?

  • Ein PC mit ausreichend Power für WinUAE (siehe auch hier) und einer Grafikkarte mit mindestens einen digitalen Ausgang
  • Einen möglichst großen TV für die Wiedergabe und digitalen Anschlüssen
  • Receiver, der mindestens Dolby Digital und dts dekodieren kann und mindestens fünf Lautsprecher
  • Passende Soundkarte
  • Dringend empfohlen: Gamepad

Konkret heißt das bei mir: PC und TV sind über ein DVI-Kabel miteinander verbunden (HDMI wäre noch eleganter, aber an meiner Grafikkarte nicht vorhanden). Am TV ist ein DVI-HDMI-Adapter angebracht, da der TV wiederum keinen DVI-Anschluss besitzt.

Für den richtigen Soundgenuss ist ein alter, aber bewährter Harman/Kardon-Reciever verantwortlich. Dieser ist über ein optisches Kabel (TOSLINK) mit der Soundkarte verbunden.  Da die wenigsten Onboard-Soundkarten ein 5.1 Signal bei Spielen erzeugen, wird eine Soundkarte mit Dolby Digital Live (für DD 5.1) oder DTS Connect (für dts) benötigt. Meine Empfehlung geht an die kostengünstige Karte Xonar DS von Asus (läuft auch problemlos unter Windows 7 x64).

Ein Adapter für TOSLINK-Koax liegt bei. Nach erfolgreicher Verkabelung muss nur noch im WinUAE der Channel mode auf 5.1 gestellt und das gewünschte Spiel gestartet werden.

Nach dem Starten von Lost Patrol, Turrican und Lotus ist noch zu sagen, dass Amigaspiele auch auf größeren Displays immer noch gut ansehbar sind (mit den entsprechenden Videoscalern sogar besser denn je). Noch beeindruckender als die Bildschirmausgabe ist jedoch das Musik-Erlebnis. WinUAE verteilt die Musikstücke hervorragend auf die einzelnen Kanäle. Wer also ein Faible für Synthie-Musik besitzt, sollte das ruhig mal ausprobieren...

Zum Abschluss noch zwei Beweisfotos...